Prädikat: * (sofort desintegrieren) – Science Fiction Film Review ... aus einer anderen Welt: SciFi-Filme, Space-Schrott & Blobs Wed, 17 Jun 2015 17:40:21 +0000 en-US hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.5.2 Left Behind /left-behind-2014/ /left-behind-2014/#comments Sun, 08 Feb 2015 11:58:25 +0000 /?p=1534 Left Behind (2014)

Left Behind: Nicolas Cage

Für den Linienpiloten Rayford Steele (Nicolas Cage) ist es ein normaler Tag: Schnell noch die Stewardess begrabschen, rein in die Maschine, Abflug, genuschelte Wetteransage über die Sprechanlage und dann auf Autopilot schalten. Doch nicht diesmal: Mitten im Flug verschwinden Dutzende Menschen spurlos, einfach aus dem Flugzeug heraus, nur ihre Kleidung bleibt auf den Sitzen zurück. Wo sind sie hin? Haben Aliens sie entführt? Ein Paralleluniversum? Langoliers?
Doch schon schrammt Steele eine andere herrenlose Maschine, hat mit aufgebrachten Passagieren, dem verschwunden Copiloten, einem brennenden Triebwerk zu kämpfen. Derweil stellt unten, auf der Erde, seine Tochter Chloe fest, dass auch dort zahlreiche Menschen von einer Sekunde auf die andere verschwunden sind – und der Tower des Flughafens nicht mehr besetzt ist.

Moment. Resümieren wir: Wer blieb zurück? Die Tochter, die mit Muttis Bibelstunden nichts anfangen konnte. Der kritische Journalist. Rayford, der seinen Ehering ablegt, um mit der Flugbegleiterin rumzumachen. Hier ein Spieler. Da ein Trinker. Dort übrigens auch ein Muslim. Dazwischen ein schlechter Mensch.
Na, Sie erkennen das Schema?
Die können doch nicht wirklich…
Doch, sie konnten und sie taten es: “Left Behind (2014)” erzählt nicht etwa eine SF-Story, sondern die Geschichte derer, die zurückbleiben, wenn dereinst das Königreich Gottes anbricht und er, wie versprochen, die seinen zu sich holt. Wir Skeptiker, Atheisten, Sünder und Andersgläubige, wir bleiben ja zurück: Aber wir kommen, so der Film, nicht in die Hölle, nein, die Erde selbst verwandelt sich in diese Hölle, die wir aus ihr machen, nun, da die guten und bibeltreuen Menschen nicht mehr unter uns weilen… etc.

Left Behind (2014)

“Left Behind” ist in der Umsetzung halbwegs professionell gemacht (SyFy-TV-Niveau) und eine passable Mischung aus Mystery-Thriller und Flugzeit-Katastrophenfilm, die ihre missionarische Botschaft eigentlich relativ unaufdringlich, aber dennoch unübersehbar verbreitet. Es wäre einfach bloß Schund, wenn es nicht so moralinsauer daherkäme. Nicolas Cage muss jedenfalls verdammt viele Schulden haben, um bei so einem Käse mitzumachen. Insofern sollte sich jeder, der sich in diesen Film verirrt, unbedingt die Extras mit dem Interview anschauen, denn Lügenprofis dabei zuzusehen, wie sie erzählen, warum es für sie ungeheuer wichtig und erfüllend war, in diesem christlich-fundamentalistisch-eschatologischem Quatsch mitzuspielen, das hat fast schon eigenen Unterhaltungswert.

Left Behind (2014) Übrigens: Science Fiction und Fantasy sind ja spekulativ, warum also soll die Spekulation statt “technisch” oder “zwergisch/elfisch” nicht auch mal “religiös” sein? Jeder virenfreie Zombie-Film bezieht seinen Apokalypsegedanken ja aus biblischem Stoff, dito viele Horrorfilme. Insofern ist “Left Behind” bei aller versteckter Moralapostelei, plumpen Effekten, Drehbuchlängen und einigen (nicht allen) Plastikschauspielern immerhin ein interessantes Experiment in Sachen “Biblical Fiction”. (Aber auch als Christ braucht man sich das nicht anzusehen, denn Christen kommen im Film letztlich als religiöse Spinner weg, die zwar recht hatten, zu denen man aber doch irgendwie nicht gehören möchte. Die Zuschauersympathien liegen eindeutig bei denen, die nicht in den Himmel kamen, obwohl sie “anständige Menschen” sind.) Übrigens: Die produzierende Filmfirma Cloud Ten Pictures ist der Sage nach auf christliche Endzeit-Filme spezialisiert – dass die Amis daraus ein Geschäftsmodell machen, dafür werden sie unzweifelhaft in der Hölle brennen! <eg>

Fazit: Mittelmäßiges Flugzeug-Drama mit Apokalypse-Murks und bigottem Bibel-Anstrich. Die vielen speichelspuckenden Verrisse richten sich natürlich gegen die (vorgeblich) biblische Message des Streifens – rein handwerklich und inhaltlich hat man schon weitaus Schlimmeres gesehen.

  • Auf DVD zu haben.

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Living Hell /living-hell-2008/ /living-hell-2008/#respond Sat, 22 Mar 2014 14:55:00 +0000 /?p=1261 Dem kleinen Frank hat die liebe Mutti schon in ganz jungen Jahren beigebracht, dass er niemals in Bunker Soundso, Raum Soundso gehen soll, bevor sie ihren Mann und dann sich aus der Platine des Lebens lötete. Jahre später erfährt der inzwischen erwachsene Frank Sears, dass ein Militärgelände geräumt werden soll – genau jenes, in dem sich Bunker Soundso, Raum Soundso befindet. Er schmuggelt sich brutalstmöglich auffällig in die Army-Kaserne, in der gerade zufälligerweise Dekontaminierungsteams unterwegs sind, lässt sich gefangennehmen und warnt davor, Bunker Soundso, Raum Soundso zu betreten. living-hell Woraufhin die Militärs natürlich sofort Bunker Soundso, Raum Soundso suchen, finden, die Mauer aufstemmen, mit Taschenlampen reinpoltern, einen riesigen Tank darin finden, ihn öffnen und in der enthaltenen Brühe herumplantschen. Wodurch sie einen – surprise! – gigantischen Zellkolonien-Pflanzen-Mutant-Organismus freisetzen, der erst den Stützpunkt, dann das Land überwuchert. Frank und eine schöne Dekontaminierungsblondine wissen (irgendwann), wie man das aufhalten könnte – aber die Militärs wollen lieber alles bombardieren …

Fazit: Fader TV-SciFi mit unerträglich üppig eingesetzten, leider furchtbar schlechten CGI-Effekten, kraftlosem Drehbuch, dümmlichen Dialogen und Darstellern, denen man sichtlich nicht sagte, wo genau sich der CGI-Fangarm um ihren Hals legt… hie und da sogar ganz nett, aber die meiste Zeit auf allen Ebenen schlecht gemacht. Nur für ganz, ganz harte B-Trash-Fans auf Entzug.

Zu haben auf DVD .

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Dead Shadows /dead-shadows-2012/ /dead-shadows-2012/#respond Mon, 10 Mar 2014 14:21:02 +0000 /?p=1128 dark_shadows_f2012 Als sich wieder einmal ein Komet der Erde nähert, wollen alle die spektakuläre Space-Show am Himmel sehen. Nur nicht der schüchterne Telefonsupporter Chris, denn als sich zuletzt ein großer Schweifstern am Himmel zeigte, nahm sein Vater seiner Mutter das Leben. Seitdem ist er ziemlich introvertiert und hält sich zunächst auch von den aktuellen Apokalypse-Parties fern, trotz weiblicher Lockungen. Als er sich dann doch verleiten lässt, muss er feststellen, dass die Menschen dort immer wilder werden, ja geradezu irrsinnig – und offenbar auch zu Monstren mutieren…

Ach, wie gerne hätten wir mal wieder einen schönen “Invaders From Outer Space”-Film gesehen. Zur Not auch einen mit hohem Gore-Faktor – solange nur die Story stimmt. Und anfangs scheint “Dead Shadows” (Frankreich, 2012) sich auch zu einem interessanten Low-Budget-SF-Horror zu entwickeln: Die Paranoia wächst langsam, alles ist irgendwie merkwürdig und wird immer merkwürdiger…

dark_shadows_f2012a Leider muss man annehmen, dass dem Film diese Stimmung eingangs nur versehentlich gelang. Denn im weiteren Verlauf gerät der ebenso spannungsfreie wie handlungsarme französische SF-Streifen zur zusammenhangslos wirren Splatter-Show eines John-Carpenter-Fans, in der trotz passabler Schauwerte und Effekte sowie wild zusammengeklauten Flicken einfach nichts zusammenpassen will. Auch dank durchweg unsympathischer Figuren erscheinen selbst die kurzen 75 Minuten Spielzeit elendig lang.

Fazit: Kruder Invasions-Murks für die Fleischabfalltonne. Genießbar nur für Blut-und-Beuschel-Vielfraße mit schwerer Geschmacksverwirrung. Und mit dem auf dem Cover genannten “ Attack The Block ” hat dieser Amateurmist absolut rein gar nichts zu tun, selbst “Night of the Comet” von 1984 wirkt im Vergleich wie von François Truffaut gedreht.

Zu vermeiden auf DVD/Blu-ray .

Szenenbilder (C) Cryofilms

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H.P. Lovecrafts Saat des Bösen (Colour from the Dark) /h-p-lovecrafts-saat-des-bosen-colour-dark-2008/ /h-p-lovecrafts-saat-des-bosen-colour-dark-2008/#respond Tue, 19 Nov 2013 00:01:18 +0000 /?p=973 colorfromthedark2008 Italien, zur Zeit des zweiten Weltkriegs: Der aufrechte Pietro, seine Frau Lucia und ihrer Schwester Alicia leben das einfache, harte Leben auf einer Farm, als sie in ihrem Brunnen eine bösartige unbekannte Lebensform aufscheuchen. Zunächst verbessert das die Ernte, doch dann … denn es ist natürlich “Die Farbe aus dem All” aus der gleichnamigen Science-Fiction-Story von H.P. Lovecraft, die hier als ziemlich schundiger Italo-SF-Horror umgesetzt wurde.

Selbst für verzweifelte Alles-von-H.P.Lovecraft-Süchtige wie mich ist “H.P. Lovecrafts Saat des Bösen” (Colour from the Dark, 2008) ein absolut unerträglicher Zombie-Alptraum-Dämonen-Exorzisten-Müll. Mein Ratschlag: Sehen Sie sich statt dessen lieber Die Farbe (aus dem All) an!!!

Fazit: In Heimkamera-Optik mit Laiendarstellern hingeschluderter, fantasielos-kruder Low-Budget-SF-Horror , der Lovecraft ignoriert nur einige seiner Motive ausschlachtet.

  • Zu meiden auf DVD .

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Der Planet Saturn läßt schön grüßen (The Incredible Melting Man) /der-planet-saturn-laesst-schoen-gruessen-incredible-melting-man-1977/ /der-planet-saturn-laesst-schoen-gruessen-incredible-melting-man-1977/#respond Sun, 03 Nov 2013 04:17:48 +0000 /?p=912 the_incredible_melting_man_2 Astronaut Steve West kehrt nach einem Flug zum Saturn zur Erde zurück, als einziger Überlebender von drei Besatzungsmitgliedern. Leider musste er unbedingt durch die hübschen Saturnringe hindurch in die Sonne starren, und dabei hat er sich eine rätselhafte Strahlenkrankheit eingefangen. Die Folge: Das Fleisch seines Körpers schmilzt ihm regelrecht von den Knochen. Und weil die Ärzte nichts dagegen tun können, nimmt er das Schicksal in die eigene Hand.

Nachdem er im wahrsten Sinne des Wortes eine Krankenschwester vernascht hat, weist er sich selbst aus dem Krankenhaus aus. Denn schnell entdeckt er, dass es doch noch eine Kur für ihn gibt: Menschenfleisch. Und so glitschert der Glibbermann diverse Passanten an, um sich von ihnen zu nähren …
… aber es hilft natürlich nichts. Armer Kerl.

the_incredible_melting_man_1 “The Incredible Melting Man” von 1977, hierzulande unter dem beknackten Titel “Der Planet Saturn lässt schön grüßen” (auch “Bluthitze”) bekannt, ist von vorn bis hinten ein übler Trashfilm, den man wirklich kaum aushalten kann. Drehbuch, Schauspieler, Locations und Regie kann man ungesehen in die Schleimtonne schippen, und das bisschen SF stammt aus NASA-Standbildern.

Und doch hat die üble Filmpampe stellenweise auch ihren Charme, wenn auch selten. So ist etwa die Figur Steve West prinzipiell ein ganz gelungenes “tragisches Monster”, das seine Untaten gar nicht begehen will … und das Schmelzen am Ende hat es wirklich in sich. Daher lautet mein verkleistert-suppiges Urteil: EIN MAL sollte man (als Impfung gegen B-Trash) diesen Film in seinem Leben gesehen haben, denn der Schmarrn um den Melting Man ist wirklich “incredible”…
… oder nein, ich korrigiere: es reicht, den Trailer zu sehen.

Fazit: Zähflüssiger Trash. Weiträumig umfahren!

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Recreator – Du wirst repliziert /recreator-du-wirst-repliziert-cloned-2012/ /recreator-du-wirst-repliziert-cloned-2012/#respond Sun, 25 Aug 2013 07:37:59 +0000 /?p=857 Das haben sich Tracy, Craig und Derek sicher anders vorgestellt: Sie wollten Campen, als es furchtbar gewittert. Sie flüchten in ein Haus – und werden bald darauf replicator_cloned_1 mit sich selbst konfrontiert: in Form von drei Klonen, die ihnen 100% ähnlich sehen. Doch die Klone können alles besser als sie: Besser denken, besser sporteln, besser malen, sogar besser vögeln – und sie denken daher zu recht, daß ihre Originale weniger Recht auf das eine verfügbare Leben haben als sie selbst.

Was sich wie eine ganz anständige Idee anhört und auch interessante Stellen hat, wird hier noch nicht mal zum üblichen Camping-Slasher versaut, sondern ist durchgehend wirr, unbeholfen, schlecht und vermeidet schleppend jeden Höhepunkt.

Fazit: Machen Sie einen weiten Bogen drum und warten Sie darauf, daß der optimierte Klon des Regisseurs seinen Mist mit Verstand neu abdreht.

  • Zu haben auf DVD und Blu-ray .

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City of the dead /city-of-the-dead/ /city-of-the-dead/#respond Sat, 06 Apr 2013 19:49:49 +0000 /?p=694 Die Story von City of the dead ist schnell erzählt: cityofthedead
Eine Latino-Gang will gerade ein Drogengeschäft abwickeln, doch der Dealer hat sich in der Uhrzeit vertan, so dass die verfeindete Schwarzen-Gang zur selben Zeit beim Dealer auftaucht – und natürlich will man sich gegenseitig sofort an die Gurgel gehen.
Schlecht für die weißen Cops vor der Tür, die eigentlich genau in diesem Augenblick eine Razzia durchführen wollen und das dann auch tun.
Doch da fällt ausgerechnet jetzt noch ein Meteor vom Himmel, der die Obdachlosen in der Nähe zu Zombies macht. Die haben naturgemäß Hunger (“Braaaains!”) und machen keinen Unterschied zwischen Gangs und Cops …

Fazit: Wirklich absoluter Video-Dreck, den Sie meiden sollten – aber der Plot von City of the dead klingt für sich genommen wirklich famos!

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